3/12/2015

SCHÖNHEIT ESSEN

Wer ist der Schönste im ganzen Land? Es ist wohl der Kräuterseitling, denn er gilt als Schönling unter den Speisepilzen. Pilze verbindet man ja eher mit feuchten Waldböden, fallenden Blättern, kurz mit dem Herbst. Allerdings sieht momentan hier in Zürich alles nach Frühling aus. Endlich! Die Stadt strahlt seit Tagen und schreit ununterbrochen: Ich bin auch eine Postkarte – inklusive Alpenpanorama! Seht her wie schön ich bin!


Nun, Jahreszeiten hin oder her, auf jeden Fall sind diese adretten, fotogenen Gewächse in meiner Pfanne gelandet – Olivenöl, Knoblauch und Prezzemolo dazu, versprechen sogar etwas Sommer und Süden! Das passt, denn der Kräuterseitling stammt aus dem mediterranen Raum. Seit einigen Jahren wird der delikate Pilz vermehrt auch in unserer Gegend gezüchtet und ist somit das ganze Jahr über erhältlich und geniessbar. 
Mit dem schlichten Rezept im Anschluss an die Bilder lässt sich in Kürze Schönheit auf den Teller zaubern – nicht nur fürs Auge ein Genuss, auch den Gaumen freuts.



Kräuterseitlinge mit Knoblauch und Petersilie
Zum Aperitif oder als kleine Vorspeise für 2 Personen

Zutaten
250g Kräuterseitlinge
Olivenöl
10g Butter (kann man auch weglassen)
1-2 Knoblauchzehen
Halber Bund glatte Petersilie, Blätter fein gehackt

Zubereitung
Falls nötig Kräuterseitlinge sanft mit Küchenpapier reinigen,
auf keinen Fall mit Wasser waschen.
Die Pilze längs in dünne Scheiben schneiden.
Je dünner die Scheiben, desto knuspriger, fast chips-artig werden die Pilzscheiben.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die geschnittenen Kräuterseitlinge goldbraun braten (jede Seite ca. 3 Minuten).
Mit Fleur de Sel salzen, herausheben und auf Küchenpapier legen.
Pfanne auf der Herdplatte lassen und auf kleinste Stufe stellen.
Zum zurückgebliebenen Öl in der Pfanne, Butter oder noch etwas Olivenöl dazugeben, den Knoblauch dazu pressen und die Petersilie beifügen. Sanft anziehen lassen und Pfanne ab und zu schwenken, ca. 2-3 Minuten.
Zum Schluss die gebratenen Pilzscheiben in die Pfanne geben, vorsichtig vermischen, ein paar Minuten ziehen lassen und alles auf einen Teller gleiten lassen.
Pfeffer aus der Mühle, noch etwas Petersilie darüber, dazu frisches Baguette, ein Glas Wein – schönen Abend!

ALL IMAGES © TableTales

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