10/26/2015

GOLD UND SILBER

Ich liebe mein Silberbesteck, zusammengesammelte Einzelstücke bei Trödlern, auf Flohmärkten – leider gilt aber auch hier: für Schönheit muss man leiden, mit anderen Worten, Silber putzen. Eine mühselige und undankbare Arbeit, vor der man sich nicht drücken sollte, will man die Suppe nicht von schwarzen Löffeln schlürfen. 
Der Blick in die Besteck-Schublade mahnte schon seit einer Weile: Es wäre wieder einmal an der Zeit! Glücklicherweise verriet mir ein Freund erst kürzlich, wie man Silber ohne Mühe wieder zum strahlen bringt. Vielen dank für den Tipp – goldwert!

Und so einfach ist es: Man kleidet eine Auflaufform mit Alufolie aus, legt das Besteck darin aus, bestreut es mit Salz und gießt siedend heißes Wasser darüber, soviel, dass alles Silber mit Wasser bedeckt ist. Dank einer chemischen Reaktion kann man gleich zusehen und staunen, wie sich die schwarzen Verfärbungen innert kürzester Zeit auflösen.


Nach zwei Minuten nimmt man das Silber aus der Form, spült es mit klarem Wasser und trocknet es mit einem weichen Tuch. Bei sehr stark verfärbtem Silber können Perfektionisten mit etwas Silberputzmittel nachpolieren. So oder so, die Methode spart viel Zeit – Zeit, die blieb, für lange Spaziergänge durch vergoldete Wälder… es war, in jeder Hinsicht, ein glanzvolles Wochenende!


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Kommentare:

  1. Liebe Frau Schwarz
    Der Trick ist wirklich gut, bitte aber beachten, dass wegen der chemischen Reaktion eine Schicht Silber abgelöst wird. Darum ist das Besteck ja auch so schön sauber danach. Einfach nicht allzu häufig machen ;-)
    Herzliche Grüsse
    Charlotte Lock

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    1. Liebe Charlotte – das ist wohl wahr, die Gefahr, das ich es zu häufig mache, besteht weniger...so fleissig bin ich nun auch wieder nicht : )
      Schönes Wochenende! Herzlich, Iris

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  2. Anonym3/17/2016

    Alufolie, Salz und heißes Wasser bewirkt nichts Anderes als eine Reduktion. Die Oxidation, also das Kupfer- Schwefeloxid das sich auf Silber bildet sucht sich mittels heißem Wasser und Salz eine angenehmeres Plätzchen auf der Alufolie, da diese unedler ist und somit die Verbindung Oxid mit Alufolie leichter ist. Das sehen sie dann daran, dass die Alufolie gedunkelt bzw. braun geworden ist.Sie sollten diese Silbersäuberung auf keinen Fall mit versilbertem Besteck machen, danach ist es noch schwärzer als zuvor. Wenn sie das Silber in Frischhaltefolie wickeln bleibt es länger blank, da die Schwefelmolekühle nicht so leicht dran kommen die die Verfärbung/ Oxidation verursachen.

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  3. Komisch, wir färben uns die Haare, wir lackieren uns die Fingernägel, schminken uns, rasieren uns, waschen uns, putzen das Bad, bügeln die Klamotten - und bei der Tischkultur ist Feierabend?

    Manche robben auf den Knien im Garten und schneiden Rasenkanten - was ist es doch dagegen für ein Vergnügen, sich ein gutes Glas Wein zu nehmen, ein bißchen Silberpolitur, ein weiches Tuch und im Radio ein Hörspiel anzumachen oder passende Musik - und nach einer kleinen Weile ist das Glas leer, das Silber geputzt und das Hörspiel zu Ende.

    Dann noch schnell überlegt, was man denn jetzt Nettes kochen könnte. ;-) Nicht vergessen - vorher noch mal das Besteck unters warme Wasser und das Glück ist vollkommen. So geht es mir jedenfalls. Mache ich gefühlte drei mal im Jahr - vielleicht sind es auch nur 2 mal, weil ich es auf diese Weise NIE schrecklich finde.

    Und das mit der Alufolie hat bei mir noch nie funktioniert - will heißen, genügt meinen Ansprüchen nicht und das bisschen Silberpolitur hat noch den Vorteil, dass es erst mal eine ganze Weile vor dem Anlaufen schützt. Und sowieso bin ich der Meinung - ständig benutzt läuft Silber am allerwenigsten an. Also macht die Schubladen auf und fragt Mutti und Oma wo denn das ganze Familien-Silber ist ;-))

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    1. Dem lässt sich nichts hinzufügen – weiterhin fröhliches Polieren!

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