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2/06/2019

STICKY FINGERS

Brexit hin oder her, in einer Sache sind sich die Briten einig. Während wir uns hier auf dem Kontinent entscheiden müssen, ob wir Erdbeerkonfitüre, Aprikosenmarmelade oder Holundergelee aufs Frühstücksbrot streichen, ist es für die Engländer vollkommen klar: Auf den Toast kommt marmalade. Jeder auf der Insel weiß, was ihn dann erwartet, denn diese Bezeichnung ist ausschließlich dem aus Zitrusfrüchten, meistens aus Orangen, vorzugsweise Bitterorangen, hergestellten bittersüßen Aufstrich vorbehalten. Alles andere sind jams oder preserves
Diese Unterscheidung gilt übrigens seit 2001 auch in der EU, gemäß entsprechender Richtlinie, findet aber in unserem Alltag kaum Beachtung. Sei es nun Orangenkonfitüre oder Orangenmarmelade – der fruchtige Brotaufstrich passt nicht nur hervorragend zum Breakfast, sondern auch zum Lunch oder Dinner, zum Beispiel als saftig knuspriges Marmalade Chicken.

Marmalade Chicken
2-4 Personen, je nach Appetit und Beilagen

Zutaten
3-4 EL Orangenmarmelade
1 TL Apfelessig
1 guter TL Dijon Senf
6 Zweige frischer Thymian + einige Zweige zum Servieren
1 Bio Orange
6 Knoblauchzehen
1 Bio Huhn 
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung
Das Huhn in Schenkel, Brust und Flügel zerteilen, kalt abspülen und mit Küchenpapier gut trocknen. 
Großzügig mit Olivenöl, Salz und Pfeffer einreiben. Mit den zerdrückten Knoblauchzehen und Thymianzweigen in eine Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken. 

Die Marmelade mit dem Senf und Essig vermischen. Etwa ein Drittel der Mischung in einem separaten Gefäß zur Seite stellen. 

Den Ofen vorheizen auf 200° C.

Eine Ofenform mit Backpapier auslegen.

Die Orange in Scheiben schneiden und auf dem Backpapier verteilen. Darüber den Knoblauch und Thymian legen und zum Schluss die Hühnerstücke mit der Hautseite nach oben darauf anordnen.

20-25 Minuten in den Ofen geben, herausnehmen und mit 2/3 der Marmeladenmischung bestreichen. Weitere 20-25 Minuten backen. 
Herausnehmen und mit dem separaten Drittel der Marmeladenmischung bestreichen (dazu bitte Löffel oder Pinsel verwenden, die nicht mit dem rohen Fleisch in Berührung waren – Salmonellengefahr). 

10-15 Minuten ruhen lassen. 
Mit einem grünen Salat und Bratkartoffeln servieren.

Enjoy!


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4/13/2016

ICH BIN SO WILD...

Kaum einer, der nicht wild ist auf die roten Verführerinnen. So sehr, dass sie gefälligst jederzeit verfügbar sein sollen. Kein Wunder also, müssen Erdbeeren, die einst den Sommer ankündigten, mittlerweile das ganze Jahr in den Verkaufsregalen verlocken und im Dezember so tun, als wäre es Juli. Es scheint jedes Jahr extremer. Aber lassen wir die Klagerei über Weihnachts-Erdbeeren und andere Absurditäten. Schauen wir nach vorne, denn schon bald ist Mai, da geht die Saison los. Der eine liebt sie pur, direkt aus dem Körbchen, andere als Törtchen. Und leidenschaftliche Frühstückerinnen wie ich, als Marmelade – so fein, dass die Gläser ungeöffnet leider meist nicht bis Weihnachten überleben, obwohl sie locker bis dann haltbar wären...





Erdbeermarmelade
Ergibt ca. 700 ml Marmelade

Zutaten
550 g Erdbeeren, gewaschen, geputzt, in Stücke geschnitten
15 g pflanzl. Geliermittel (Je nach Produkt unterschiedlich, Mengenangaben auf der Packung beachten)
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung
Erdbeeren in einen Topf geben, mit dem Geliermittel bestreuen und erhitzen, 3 Minuten verrühren. 
Zucker und Vanillezucker dazu geben, zum kochen bringen und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen. 
In Gläser abfüllen und sofort verschließen. 
Vollständig abkühlen lassen und danach im Kühlschrank aufbewahren.

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