10/16/2015

PLAN B WIE BRÖTCHEN

Wieder eine Woche um! Letzten Freitagabend war der Rucksack fast fertig gepackt, die Wanderschuhe freuten sich darauf, endlich wieder einmal Höhen zu erklimmen und der Wecker war gestellt, denn früh wollten wir am nächsten Tag los. Ins Appenzell, so der Plan. Beste Absichten also, doch was Wetterprognosen betrifft, bin ich immer etwas zu optimistisch: als ich am Samstagmorgen alarmgeplagt aus dem Fenster blinzelte, präsentierte sich der Himmel bereits grau in grau. Planänderung, sofort!

Und so wanderte ich statt auf einen Berg bald in die Küche und erinnerte mich dabei an unseren letzten Ausflug Mitte September ins Zürcher Oberland. So nah und so schön, die Bilder zeugen davon! Die wunderbare Route führt von Steg auf das Schnebelhorn – immerhin der höchste Berg im Kanton Zürich! – auf einem Rundweg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Aber Achtung: meistens geht es ziemlich steil bergauf! Und dementsprechend bergab! 
Doch zurück in die Küche, in der ich nun etwas ratlos stand. Was nun – was tun? Gute Frage, denn für kulinarische Extravaganzen hatte ich nicht eingekauft, aber zum Glück immer vorrätig da, sind die Basics Mehl, Salz, Zucker, Butter und sogar Hefe – Trockenhefe. Dank Jim Lahey hatte ich noch welche übrig und auch dank ihm bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass diese genauso gut funktioniert und schmeckt wie Frischhefe. Man muss nur umrechnen: 21g frische Hefe entsprechen 7g getrockneter.
Zu meiner Küchengrundausstattung gehört auch unbedingt Sesam – ich liebe den nussigen Geschmack – und so war rasch entschieden, was in Kürze auf dem samstäglichen Frühstückstisch landen würde: Frische, süße Sesam-Hefebrötchen.


Für ein volleres Aroma habe ich den Sesam bereits vor dem Backen geröstet – gleich eine Handvoll mehr, als effektiv benötigt, denn die schmackhaften Samen lassen sich sehr vielfältig verwenden, zum Beispiel in Kombination mit Avocado… mehr dazu demnächst! Erst einmal allen ein schönes Wochenende – trotz Regen! Mehr Zeit fürs Frühstück! 

Süße Sesam-Hefebrötchen
Ergibt 12 Stück

Zutaten
250 g Mehl
3/4 TL Salz
125 ml Milch
7g Trockenhefe
30 g Zucker
50 g weiche Butter
1 Eigelb vermischt mit 1 EL Milch
6 EL Sesamsamen

Zubereitung
In einer beschichteten Pfanne die Sesamsamen (ohne Öl) goldbraun rösten. Zur Seite stellen.
In einer Schüssel das Mehl mit dem Salz vermischen.
Die Milch langsam erwärmen (lauwarm), die Hefe und den Zucker darin auflösen und dem Mehl beigeben. Mit dem Knethaken verrühren und die Butter stückweise beifügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Eine Kugel formen und mit einem Tuch abgedeckt an einem warmen Ort für 40-60 Minuten gehen lassen.
Den Ofen auf 200°C vorheizen.
Eine saubere Arbeitsfläche mehlen und den Teig darauf zu einer Rolle formen. Mit einem Teigschaber in sechs Stücke schneiden und diese wiederum halbieren. Eine ofenfeste Form buttern (oder mit Backpapier auslegen), die Teigstücke eng darauf legen und mit dem Teigschaber kreuzweise einschneiden. Mit der Eigelb/Milch-Mischung bestreichen und zum Schluss grosszügig mit den bereits gerösteten Sesamsamen bestreuen.
Für 20 Minuten goldbraun backen, aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. 
Zum Frühstück, Brunch oder an verregneten Nachmittagen zum Tee servieren – statt Scones – mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream...

ALL IMAGES © TableTales


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