Posts mit dem Label Butter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Butter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

7/30/2018

DIE ZWETSCHGEN AUF DEM HEISSEN BLECH

Schieben Sie doch den Grill einmal kurz zur Seite. Den benutzen Sie jetzt schon seit Wochen. Sommer geht auch anders! Süß und nostalgisch, mit Zwetschgen und Buttermandeln …


Zwetschgenblechkuchen
Für ein Blech 40 x 30 cm oder halbe Menge für eine Form von ca. 20 x 30 cm (Bild)

Zutaten
1,25 kg Zwetschgen (ca. 40 Stk.)
Teig:
2 dl Schlagsahne
200 g Zucker
1 Pkt. Vanillezucker
1 Prise Salz
5 Eier
375 g Mehl
1 Pkt. Backpulver
Guss:
100 g Butter
100 g Zucker
2 EL Honig
4 EL Milch
ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
150 g Mandelblättchen

Zubereitung
Ofen auf 200° C vorheizen.
Blech oder Form mit Backpapier auslegen.

Zwetschgen halbieren und entsteinen. 

Schlagsahne in einer Schüssel halb steif schlagen. 
Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz unter Rühren zugeben und vollständig steif schlagen. 
Eier einzeln gut einrühren. Mehl und Backpulver durch ein Sieb unterrühren. 

Den Teig auf das Blech / Form streichen und die Zwetschgen in dichten Reihen hinein drücken. 

Auf der untersten Schiene 20 Minuten vorbacken.

In dieser Zeit Butter, Zucker, Honig, Vanillemark und Milch kurz aufkochen. Mandelblättchen unterrühren und den Topf vom Herd nehmen. Den Guss auf den vorgebackenen Kuchen streichen und weitere 15-20 Minuten auf mittlerer Schiene fertig backen. 

Abkühlen lassen, mit Schlagsahne servieren und hoffen, dass dieser Sommer nie endet ...



ALL IMAGES © TableTales

2/16/2016

DIE KUNST DES WEGLASSENS

Weniger, reduzieren, weglassen... danach sehnen sich viele, ich auch – allerdings bin ich nicht immer erfolgreich in der Umsetzung. Mein Sammlerherz häuft gerne Dinge an. Nein, keine Schuhe, auch keine Taschen. Da bin ich relativ immun dagegen. Aber bei Geschirr werde ich schwach, vornehmlich bei alten Tellern, Platten, Krügen kann ich schwer widerstehen. Die Regale biegen sich...  

Als Ausgleich halte ich mich gerne an schlichte Rezepte. Wenig Zutaten, die zu einem genialen Ergebnis führen. Eines davon ist ein französischer Klassiker, der berühmte Gratin Dauphinoise. Kartoffeln, Milch, etwas Rahm, etwas Butter, Salz, eine Knoblauchzehe. Und bitte: kein Käse! Eben, die Kunst des Weglassens. Belohnt wird man mit einer Delikatesse, wunderbar zu einem grünen Salat – da kann man das Stück Fleisch, das natürlich auch hervorragend dazu passt, glatt weglassen.


Servieren könnte man auf Tellern von Ingegerd Råman. Die schwedische Designerin scheint eine Meisterin des Weglassen, der Reduktion, zu sein. Sie steht hinter der neuen IKEA-Kollektion (Bild 1 links, Bild 4), die, wie ich gelesen habe, ab Mai dieses Jahres erhältlich ist... meine armen Regale!



Gratin Dauphinoise
4 Personen

Zutaten
1,1 kg festkochende Kartoffeln
6 dl Vollmilch
1,5 dl Vollrahm
ca. 20 g Butter
Salz
Muskatnuss gerieben (wer mag)

Butter für die Form
1 Knoblauchzehe
  
Zubereitung
Ofen auf 180° C vorheizen.

Eine Gratinform mit einer halbierten Knoblauchzehe ausreiben, danach gut ausbuttern.
Größe der Form: Wenn man alle Kartoffeln nebeneinander in die Form legen kann, stimmt die Größe der Form ziemlich genau.

Die Kartoffeln schälen, kurz kalt abwaschen und auf einen Teller legen. Nicht in Wasser legen, damit die Stärke erhalten bleibt.

Mit einem Hobel (Stufe 2 mm) die Kartoffeln längs in einen Kochtopf hobeln.
Die Milch und den Rahm dazu gießen und einen knappen, gestrichenen TL Salz dazu geben. Lieber etwas weniger, man kann später noch mehr Salz dazu geben. Auf dem Herd erwärmen und 8-10 Minuten sanft köcheln.
Testen, ob zusätzlich Salz nötig ist. Wer mag, gibt etwas geriebene Muskatnuss dazu.

Dann mit einem Schaumlöffel die Kartoffel-Milch-Mischung in die Gratinform heben, die Oberfläche glatt streichen, evtl. ein paar Kartoffelscheiben ziegelartig anordnen. Die restliche Milch im Kochtopf darüber gießen und einige Butterflöckchen darauf verteilen.

Für 45 Minuten in den Ofen schieben. Herausnehmen und etwas ruhen lassen.
Wir assen noch am zweiten Tag davon – bei ca. 100° C im Ofen aufwärmen. Schlicht und einfach ein Genuss!

ALL IMAGES © TableTales
Bild 1 links, Bild 4 IKEA

5/12/2015

ALLES IN BUTTER, ROSA! EIN NACHTRAG.

Cara Rosa, nach dem butterlosen Experiment von letzter Woche, dir zu ehren nun noch die „Echte“. Certo, mit Butter! Keine Frage – so muss sie sein und schmecken, deine Torta di Mele. Ziemlich flach, mit einem weichen, cremigen Innenleben, zart knusprig umhüllt. Ohne Butter fehlt tatsächlich etwas, nun, es ist zumindest anders. 


Ob als verspäteter Geburtstagskuchen – die rosa Rosen zeugen noch davon – als Muttertagskuchen, als Sonntagskuchen..... so oder so, la Torta überlebte bei uns nicht sehr lange. Das ist auch gut so, denn man sollte den Kuchen am gleichen Tag genießen und wie gesagt, am besten warm. Ideal für Ungeduldige! Kein langes Warten, wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt.


Man lässt ihn ca. fünf Minuten auf dem Kuchengitter ausdampfen, löst dann den Kuchenrand, falls er etwas klebt, vorsichtig von der Tart-Form, legt einen flachen Teller darüber, stürzt den Kuchen und stürzt ihn mit dem selben Prinzip wieder zurück auf einen anderen Teller oder eine Platte. Oder man schneidet die Stücke gleich aus der Tarte-Form heraus. Nach etwa 15 Minuten hat er die richtige Temperatur und kann serviert werden. Rosa's Rezept findet sich hier, gemeinsam mit der butterlosen Variante oder noch einfacher, gleich im Anschluss an die Bilder.
Übrigens, ich weiß, man könnte es fast meinen, wenn man im Blog "zurückblättert", aber TableTales ist nicht zum Kuchen-Blog mutiert... das nächste Mal wird nicht gebacken, aber bei den Äpfeln bleibe ich noch... A presto!



Rosa's Torta di Mele
Für eine Form von 26-28cm

Zutaten
2 Eier
150 g Zucker
(Im Originalrezept sind es 300g Zucker! – mir persönlich viel zu süß!)
1 Pk. Vanillezucker
100 g flüssige Butter
100 g Mehl
1 TL Backpulver
100 ml Milch
500 g Äpfel, geschält, entkernt, geviertelt
(Rosa verwendet Golden Delicious)
2 EL Zitronensaft

Zubereitung
Ofen vorheizen 180°
Form gut ausbuttern und mit Mehl bestäuben.
Rosa empfiehlt eine geschlossene Form, d.h. keine Springform, da der Teig doch eher flüssig ist. Zur Not geht es aber auch mit einer Springform, wenn sie gut verschließt.
Die Butter langsam über Dampf (Wasserbad) schmelzen und beiseite stellen.
Die Äpfel in sehr dünne Scheiben hobeln und sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie sich nicht braun verfärben.
Nun Ei, Zucker, Vanillezucker und die flüssige Butter schaumig rühren, Milch dazu rühren, danach Mehl und Backpulver dazu geben und verrühren.
Zum Schluss die Äpfel untermischen und alles in die Form füllen.
45 Minuten goldbraun backen, dann für weitere 15 Minuten bei 160°C fertig backen. Evtl. mit Alufolie abdecken falls bereits zu braun.
Der Kuchen soll gut durchgebacken sein.
Etwas abkühlen lassen, wie oben beschrieben, mit Puderzucker bestäuben und warm servieren. Dazu passt ein starker Caffè oder ein Gläschen Vin Santo.

ALL IMAGES © TableTales

5/06/2015

ROSA

Bei meinen Eltern drehte sich vor Jahren, man kann schon sagen Jahrzehnten, fast alles um eins: La bella Toscana. Sie waren damals nicht die Einzigen. Dieser schöne Fleck Italien verdrehte vielen Alpennordseite-Müden den Kopf, und so oft wie möglich verbrachte man seine Zeit dort. 


Ein Überbleibsel aus dieser Zeit ist ein Kochbuch, das 1987 erschienen ist: Toskana – Küche, Land und Leute von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer.  Es steht bis heute bei meinen Eltern im Bücherregal. Über fünfundzwanzig Jahre – Mamma mia! – eine ganze Weile, aber die Rezepte funktionieren nach wie vor, bzw. eins kommt immer wieder einmal zum Einsatz: Rosa's Torta di Mele aus der Trattoria Montagliari bei Panzano im Chiantigebiet. Deliziosa! Und eine gute Idee, wenn es etwas schnell gehen soll.

Letztes Wochenende musste es zwar nicht schnell gehen – es regnete sowieso fast pausenlos – aber es musste ohne Butter gehen! Die hatte ich doch tatsächlich vergessen einzukaufen! Alles was mir am Sonntagmorgen noch aus dem Kühlschrank entgegen blinzelte war ein mickriges Stückchen, gerade noch genug, um eine kleine Form einzufetten und die butterlose Improvisation zu starten. 
Wie es rauskam, zeigen die Bilder – ich kann nur sagen, es geht auch ohne Butter. Es erinnert etwas an Pfannkuchen und schmeckt am besten noch warm, mit viel Puderzucker und einer Kugel Vanilleeis.

Dieses Wochenende wird die Butter natürlich ganz oben auf der Einkaufsliste stehen und ich werde die "echte" Torta di Mele backen... oder vielleicht doch lieber die Focaccia di Mandorla... oder... die Torta alla Nonna... so geht es, wenn man anfängt in Kochbüchern zu blättern... bis ich mich entschieden habe, finden sich im Anschluss an das Bild aber schon einmal die Apfelkuchen-Rezepte, mit und ohne Butter.


Apfelkuchen ohne Butter
Für eine Form von 18-20cm,
für eine Form von 26-28cm Zutatenmenge verdoppeln

Zutaten
1 Ei
50g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
50 ml Milch
60g Mehl
1/2 TL Backpulver
250g Äpfel, geschält, entkernt, geviertelt
Rosa verwendet Golden Delicious
1 EL Zitronensaft

Zubereitung
Ofen vorheizen 180°
Form gut fetten, mit Mehl bestäuben
Rosa emphiehlt eine geschlossene Form, d.h. keine Springform, da der Teig doch eher flüssig ist. Zur Not geht es aber auch mit einer Springform, wenn sie gut verschließt.
Die Äpfel in sehr dünne Scheiben hobeln und sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie sich nicht braun verfärben.
Nun Ei, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Milch dazu rühren, danach Mehl und Backpulver dazu geben und verrühren.
Zum Schluss die Äpfel untermischen und alles in die Form füllen.
30 Minuten goldbraun backen, dann für weitere 15 Minuten bei 160°C fertig backen. Evtl. mit Alufolie abdecken falls bereits zu braun.


Rosa's Torta di Mele
Für eine Form von 26-28cm

Zutaten
2 Eier
150 g Zucker
(Im Originalrezept sind es 300g Zucker! – mir persönlich viel zu süß!)
1 Pk. Vanillezucker
100 g flüssige Butter
100 g Mehl
1 TL Backpulver
100 ml Milch
500g Äpfel, geschält, entkernt, geviertelt
(Rosa verwendet Golden Delicious)
2 EL Zitronensaft

Zubereitung
Ofen vorheizen 180°
Form gut ausbuttern und mit Mehl bestäuben.
Rosa emphiehlt eine geschlossene Form, d.h. keine Springform, da der Teig doch eher flüssig ist. Zur Not geht es aber auch mit einer Springform, wenn sie gut verschließt.
Die Butter langsam über Dampf (Wasserbad) schmelzen und beiseite stellen.
Die Äpfel in sehr dünne Scheiben hobeln und sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie sich nicht braun verfärben.
Nun Ei, Zucker, Vanillezucker und die flüssige Butter schaumig rühren, Milch dazu rühren, danach Mehl und Backpulver dazu geben und verrühren.
Zum Schluss die Äpfel untermischen und alles in die Form füllen.
45 Minuten goldbraun backen, dann für weitere 15 Minuten bei 160°C fertig backen. Evtl. mit Alufolie abdecken falls bereits zu braun.
Der Kuchen soll gut durchgebacken sein.
Etwas abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und warm servieren. Dazu passt ein starker Caffè oder ein Gläschen Vin Santo.

ALL IMAGES © TableTales