2/01/2015

WER NICHTS GEBACKEN KRIEGT

Eine Antwort auf Mailänderli, Spitzbuben, Zimtsterne und Co. kommt aus dem Süden Frankreichs. Rondellen aus dunkler Schokolade findet man dort an Weihnachten auf vielen Tischen nach dem gros souper, dem traditionellen Essen am 24. Dezember. 
Die süßen Taler, die Mendiantserinnern an die Bettelmönche, die mendicants, während die Verzierungen aus Rosinen, Haselnüssen, Feigen und Mandeln einst die vier wichtigsten Orden und gleichzeitig die Farben derer Kutten symbolisierten. Eine Palette aus Brauntönen, die sich in der heutigen Zeit nach Belieben aufmischen lässt: mit getrockneten Aprikosen, Cranberrys oder Ananas; Pistazien, Kokosraspel, rosa Pfeffer – oder mit Orangenschale, einer gerösteten Mandel und etwas Fleur de Sel. Ein Klassiker und mein Favorit. Délicieux.



Mendiants
ca. 15 Stück 

Zutaten
100 g dunkle Schokolade
Verzierung: Mandeln, Pistazien, Baumnüsse, Haselnüsse, Kokosraspel, Rosinen, Orangenschale, Fleur de Sel, rosa Pfeffer, getrocknete Früchte (Feigen, Datteln, Cranberrys, Aprikosen, Ananas...)

Zubereitung
Ein Backblech oder ein Brett mit Backpapier belegen.

Die Schokolade in kleine Stücke brechen, in eine Schüssel geben und langsam über Wasserdampf schmelzen, hin und wieder vorsichtig rühren, bis die Masse glatt und glänzend ist.

Vom Herd nehmen und 2-3 Minuten ruhen lassen.

Einen Teelöffel geschmolzene Schokolade senkrecht von der Löffelspitze auf das Backpapier gleiten lassen, und mit dem Löffelrücken einen ca. 5 cm großen Kreis streichen. Am besten gleich 4-5 Kreise vorbereiten, dann nach Belieben verzieren. Wiederholen, bis die ganze Schokolade aufgebraucht ist.

Das fertige Blech oder Brett in einen kühlen Raum oder auf den Balkon stellen und die Schokolade härten lassen. Danach lassen sich die Mendiants mühelos vom Backpapier lösen und gleich genießen oder verschenken.


ALL IMAGES © TableTales
Das Knaben-Portrait ist ein Fundstück aus Frankreich.


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