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| Es ist doch beruhigend, dass es gewisse Dinge gibt, die ganz klar sind. Zum Beispiel, wo sich der schönste Fleck auf Erden befindet. Das ist so klar, wie das türkisfarbene Wasser an dessen Küsten: Südfrankreich. Oder gibt es etwa jemanden, der anderer Meinung ist? Nun, mit mir lässt sich nicht diskutieren. Doch wer nun denkt, ich sitze gerade unter einer Pinie und schaue verklärt auf das endlose Blau, der irrt. Leider. Ich begnüge mich momentan mit der von einigen Stadtbewohnern besorgt festgestellten „Mediterranisierung Zürichs“. Der See hat sich zwar noch nicht in ein Meer verwandelt, auch wenn in meinem Lieblingsbad schon seit Jahren für die Freie Sicht aufs Mittelmeer propagiert wird – aber schön ist's allemal, und wann immer möglich, halte ich mich dort, in der Nähe des kühlenden Nass auf. Dafür weniger in der Küche. |
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6/29/2017
ZWINGLIS MEDITERRANISIERUNG
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1/31/2017
ELF NASEN, NAGELLACKENTFERNER UND ADSTRINGENZ
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Die klirrende Kälte und ein Blick auf die Uhr – huch, gleich acht! – beschleunigen meine Schritte Richtung Zürcher Freilager. Dort befindet sich Barbara Maeys schöne Weinhandlung Les Vignes — ich habe darüber berichtet.
Seit der Eröffnung des Ladens im Juni letzten Jahres, finden bei Les Vignes Veranstaltungen verschiedenster Art statt. Seien es Produzenten, die ihre Weine vorstellen, thematische Degustationen oder wie am heutigen Abend der beliebte und regelmäßig ausgebuchte Frauenweinclub.
Einmal geht es um die 'Weinbegleitung – von der Vorspeise bis zum Dessert' oder der Fokus richtet sich auf 'Weißweine aus verschiedenen Regionen Europas'. Heute heißt es schlicht, aber vielversprechend: Rotwein.
Begrüßt werde ich von Barbara gewohnt fröhlich und warmherzig, die Minustemperaturen sind sofort vergessen und ich darf gleich Platz nehmen am langen, alten Holztisch, der mitten im Laden steht und mit appetitlichen Häppchen, vielen Gläsern, sowie mit Papier und Bleistiften gedeckt ist. Das sieht nach Vergnügen aus. Aber auch nach Arbeit!
Nach und nach bildet sich eine sympathische Tischrunde, insgesamt elf Frauen. Es wird geschwatzt, gelacht, und bevor es zum praktischen Teil übergeht, erklärt uns Barbara kurz den Ablauf des Abends.
Vier Mal zwei verschiedene Weine werden uns eingeschenkt. Keine Blindverkostung. Obschon es, laut Barbara, wohl die einzige Methode ist, um zu einem wirklich objektiven Urteil zu gelangen. Doch an diesem Abend soll das Bewerten nicht an erster Stelle stehen. Vielmehr wollen wir den Aromen und Geschmäckern auf die Spur kommen. Dabei werden wir auch merken, wie beeinflussbar wir doch alle sind. Wenn die Tischnachbarin "Pflaume!" ruft, selber aber dachte man doch eher an "Karamell", dann sinkt die Nase nochmals verunsichert und tief ins Glas, und man prüft, ob das eigene Riechorgan versagt hat. Nun, es braucht schon etwas Übung, sich im weiten Spektrum der Aromen zurechtzufinden. Erdbeere, Tabak, Pfeffer, Harz, Zimt, Veilchen, um nur einige zu nennen. Ja, selbst Nagellackentferner oder Stallgeruch fehlen nicht!
Doch keine Bange, Barbara führt gekonnt durch das Geschmackslabyrinth der Rotweine und sie hat durchaus Verständnis für die weitverbreitete Sehnsucht nach dem runden, samtigen Tropfen, muntert aber gleichzeitig dazu auf, die Geschmacksnerven etwas herauszufordern und zu beobachten, wie sich die geschmackliche Wirkung verändert, beispielsweise in Kombination mit den unterschiedlichen Geschmacksqualitäten der Speisen wie Bitterkeit, Säure oder Umami.
Selbst die gefürchtete Adstringenz, ein sensorischer Reiz der Zunge, der oft nach dem Genuss von jungen oder tanninhaltigen Weinen ein pelzig raues Gefühl im Mund hinterlässt, verstärkt oder vermindert sich, je nachdem, ob eine Speise süß, salzig oder scharf ist.
Viele Faktoren sind hier im Spiel, dazu kommen die subjektive Wahrnehmung und persönliche Vorlieben. Den besten Wein für jeden und jede gibt es also nicht. Aber den Richtigen für sich zu finden ist durchaus möglich. Bei Les Vignes wird man auf jeden Fall fündig und mit dem erworbenen Wissen eines solchen Abends umso mehr!
Der nächste Frauenweinclub am 30. März 2017, Thema: Schweizer Weine, ist ausgebucht!
Zusatztermin wegen großer Nachfrage am 6. April 2017 (gleiches Thema). Direkte Anmeldung hier. Teilnehmerinnenzahl beschränkt! Kosten CHF 30.-.
Am 8. März 2017 heißt es degustieren – natürlich für Frauen und Männer! Thema: Weißweine und Rotweine unter CHF 25.-.
Aktuelle und detaillierte Infos über alle Veranstaltungen auf les-vignes.ch.
All IMAGES © TableTales
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8/04/2016
PERFEKT
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Mein Weg führt mich vom Seefeld kommend durch den Park der
Villa Bleuler. Der wunderschön angelegte Umschwung ist öffentlich zugänglich, dennoch, hier trifft man selten
jemanden an, außer eine Schöne der Antike. Sie begrüßt Besucher ganz in
Weiß, unter Bögen auf der Veranda. Der Hintergrund terrakottafarben,
abgeblätterte Stellen, Patina... perfekt unperfekt, ein Hauch Italien, denke ich, verweile einen Augenblick,
fotografiere, während meine Gedanken bereits weiter wandern... nach Hause, in die Küche, in den Schrank, ganz oben, dorthin, wo ich meine gesammelten Rezepte horte... Zettel, Schnipsel – dann Freude! Das Rezept ist noch da, geduldig hat es auf seinen Einsatz gewartet. Und den wird es bereits die kommenden Tage schon wieder haben, denn die Wetterprognosen versprechen das perfekte Wochenende. Für viele heißt das: Grill an! Ob im herrschaftlichen Park, im Gärtchen oder auf dem Balkon, eine Caponata gehört dazu, denn sie passt eigentlich zu allem – zu gegrilltem Fisch ist sie schlicht perfekt!
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4/26/2016
VEGAN AUF ITALIENISCH
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| Ein untrügerisches Zeichen für eine junge urbane Küche sind heutzutage starke, männliche und – vor allem! – dicht tätowierte Unterarme und Hände. Sie schälen behutsam Avocados, streuen liebevoll Granatapfelkerne über Salatblätter oder werfen geschickt abgestimmte Zutaten in den Smoothie-Mixer und fertig ist der Zaubertrank. Auch in Zürich gibt es das! Mitten in der Stadt, im kleinen, feinen veganen roots geht es genau so zu und her. Angetan hat es mir die Pasta-Bowl, die jetzt auf der Frühlings-Karte angeboten wird. Ob es nun an den Tattoos liegt oder doch eher an den feinen Zutaten – mein Favorit ist köstlich, die Basis Fregola Sarda. |
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12/16/2015
PINK ME UP!
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